Aktuelles


Hier finden Sie unsere aktuellen Termine und Veranstaltungen:

  

Aktuelle Vogelbeobachtungen im Landkreis Lüchow-Dannenberg, die über Ornitho gemeldet wurden:



September 2020: Neue Ausstellungstafeln im Höhbeckmuseum -Schmetterlingsausstellung aktualisiert

Frühling und Sommer sind Schmetterlingszeit. Viele Arten sind in Deutschland aber bereits verschwunden oder werden immer seltener. Auch am Höhbeck ist dieser Trend leider zu beobachten. Umso beeindruckender ist die umfangreiche Schmetterlingssammlung im Höhbeckmuseum, die über 460 Nachtfalter- und 76 Tagfalterarten vorstellt. Um diese angemessen zu präsentieren, wurden sieben Infotafeln und zwei Rollos erneuert. Die Präparate, die in 15 Schaukästen ausgestellt werden, sind teilweise über 100 Jahre alt. Jochen Köhler, Schmetterlingsexperte des BUND hat die Sammlung vor rund 30 Jahren aufbereitet und mit eigenen Sammlungsstücken ergänzt.

Die Sensibilisierung für den anhaltenden, dramatischen Artenschwund war auch mit Anlass für den NABU Lüchow-Dannenberg sich in enger Kooperation mit dem NABU Hamburg und der BUND-Kreisgruppe für die Neugestaltung der Infotafeln zu engagieren. Dank der Förderung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung und die Elbtalaue Naturkostprodukte GmbH sind nun sieben Infotafeln und zwei Rollos neu gestaltet worden. Die Rollos vor den Fenstern sind notwendig, um die Präparate vor UV-Licht zu schützen und somit die natürlichen Farben der Schmetterlinge zu erhalten. 

Christa Lehrer, Leiterin des Höhbeckmuseums, freut sich nach der erfolgreichen Wiedereröffnung im Juli nun über ein weiteres Highlight in diesem Jahr.


September 2020: Die WhatsApp Birder Gruppe im Wendland

Wer kennt es nicht, nach einem ausführlichen Streifzug durch die schöne Natur unseres Wendlands möchte man sich gerne mit Gleichgesinnten über das Erlebte austauschen. Aus diesem Wunsch heraus entstand im Mai 2019 die WhatsApp Gruppe Birder DAN, welche einen ungezwungenen Austausch rund um Vögel, Insekten, Schmetterlinge aber auch Fotografie und Wildvogelpflege ermöglicht. 

 

Über Tageszeitung, Magazinannoncen sowie E-Mail Verteiler von AAG, NABU, BUND und Naturkundeverein fanden sich viele Interessierte, die über dieses Medium am Vogelgeschehen im Wendland teilnehmen möchten.

 

Auch gibt es in der der Gruppe immer wieder etwas Neues zu erfahren und zu lernen. So kam zum Beispiel im Frühjahr 2020 von der AAG das Angebot, Neuntöter und Sperbergrasmücke zu kartieren, für viele Gruppenmitglieder eine Ersterfahrung und Herausforderung, die gerne angenommen wurde! 

 

Nun umfasst die Gruppe schon beinahe 80 Teilnehmer, wobei von der 11-jährigen Schülerin bis zum 84- jährigen ehemaligen Eulenbetreuer fast alle Altersklassen vertreten sind. Doch die Birder- Gruppe bringt nicht nur Jung und Alt zusammen, auch der Kenntnisstand der Mitglieder reicht vom zaghaften Laien bis zum erfahrenen Berufsornithologen. Gerade aufgrund der ganz unterschiedlichen Wissensstände wird Wert darauf gelegt, dass es eine privat-menschliche Gruppe ist und kein steriles Fachforum; so bleiben Themen und Austausch lebendig und vielfältig! 

Vor allem durch Corona und die damit ausfallenden persönlichen Treffen  und Austauschmöglichkeiten greifen wohl mehr Menschen auf das Medium WhatsApp zurück und freuen sich, dass ein Austausch zumindest auf diesem Wege möglich ist. 

Übrigens braucht man nicht zwingend ein Smartphone um  WhatsApp benutzen zu können, man kann die App auch auf dem PC oder dem Tablet installieren. 

Falls die WhatsApp Gruppe Birder DAN ihr Interesse geweckt hat, melden sie sich gerne bei T. Moll: 0179/1079668


Juni 2020: Rechtzeitig vor den Sommerferien starten unsere Aktivitäten der NAJU Kids wieder

Am Sonntag, den 05.07. bietet Yvonne Hollands ab 11:00 Uhr eine Naturrallye für die ganze Familie durch Lüchow.

Dienstag, den 07.07. in Dannenberg vor dem MGH und Freitag, 10.07. in Lüchow vor dem Jeff jeweils um 15:00 Uhr beginnen dann wieder die 14 tägigen Treffen für Kinder und Jugendliche mit der Umweltwissenschaftlerin.

Bitte unbedingt vorher telefonisch anmelden bei Yvonne Hollands: 0160-993 46 172 


Juni 2020: Die Feuerwehr hilft im NABU-Naturgarten in Gartow

Foto: NABU/Th. Möller
Foto: NABU/Th. Möller

Fix was los war heute in unserem NABU-Naturgarten in Gartow. Die Feuerwehr Gartow war mit Ihrem Tanklöschfahrzeug zu Gast. 
Bedingt durch die anhaltende Trockenheit der letzten Monate ist der Wasserspiegel unserer Teiche auf ein Minimum abgesunken. Das ist schlecht für Amphibien, Libellen und andere Tiere, die auf Feuchtbiotope z.B. zur Eiablage und Entwicklung des Nachwuchses, angewiesen sind.
Die Feuerwehr sagte sofort Hilfe zu, als sie von unserer Misere hörte und brachte unseren Teichen heute eine Ladung Wasser.
Ein herzlicher Dank an die Blauröcke und kommt immer gesund von Euren Einsätzen zurück.


Juni 2020: Zaunpfähle und Pflanzungen in Lüggau und Lebbien

Foto: NABU / Oliver Schuhmacher
Foto: NABU / Oliver Schuhmacher

Der NABU Niedersachsen besitzt bei Lebbien und bei Lüggau Grünlandflächen, die heute als extensive Mäh-Weiden genutzt werden. Zwei Flächen sind vor einigen Jahren von Acker in Grünland umgewandelt worden. Eine weitere Fläche ist noch mit alten, aber abgängigen Eichenpfähle umzäunt gewesen.

Aktuell kann man feststellen, dass Holzpfähle zunehmend aus der Landschaft verschwinden oder durch Kunststoffstäbe ersetzt werden, die nur kurzzeitig während der Beweidung Verwendung finden. Eine ganzjährige Stallhaltung macht Koppelpfähle gänzlich überflüssig.

Im Zuge dieser Entwicklung verschwinden auch wichtige (Klein-)Strukturen aus der Landschaft.

Der NABU Lüchow-Dannenberg, der die Flächen vor Ort betreut, konnte mit finanzieller Hilfe durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung auf kleiner Ebene diesem Trend entgegenwirken und diese wertvollen Elemente der (schon fast historischen) Kulturlandschaft erneuern. So wurden auf vier Flächen insgesamt 350 Eichenpfähle gesetzt und auch Sträucher gepflanzt.

Sie bieten neben der Einfriedung über viele Jahre und Jahrzehnte Flechten und Moosen einen Wuchsort. Die Pfähle können je nach Standort als Sing- oder Sitzwarte von Wiesenvögeln wie Goldammer, Braun- und Schwarzkehlchen, Schafstelze, Feldlerche und anderen genutzt werden.

Wildbienen legen in morschen Pfählen ihre Brutkammern an, Wespen und Hornissen sammeln Material für den Nestbau

Nicht zuletzt schützen Zaunpfähle auch vor einer flächendeckenden Mahd und garantieren ungenutzte Kleinstlebensräume als mögliche Rückzugsorte für Insekten und andere Kleintiere.

Als weitere Strukturelemente wurden mehrere Strauchgruppen (v.a. mit Hundsrose und Weißdorn) gepflanzt. Diese können in einigen Jahren Neuntöter, Dorngrasmücke, u.a. einen Ansitz- oder Brutplatz bieten.


Juni 2020: Informationen zu naturschutzbezogener Verpachtung

Fairpachten ist das kostenlose Beratungs- und Informationsangebot für alle, die landwirtschaftliche Flächen verpachten und sich mehr Natur wünschen. 

Bei einer ersten Informationsveranstaltung war das Interesse sehr groß, so dass eine weitere Veranstaltung in diesem Herbst / Winter in Lüchow-Dannenberg geplant ist (der Ort und Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben).

 

Wer sich bereits im Vorfeld über die Möglichkeit einer Fairpachtung an die NABU-Stiftung Nationales Kulturerbe informieren möchte, findet weitere Informationen HIER .

 


Mai 2020: Stunde der Gartenvögel startet am 08. Mai

Vom 08. bis 10. Mai findet wieder die Stunde der Gartenvögel statt. 

Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende sind alle Naturliebhaber*innen aufgerufen, Vögel zu notieren und zu melden. Egal ob im heimischen Garten oder naheliegender Park: Machen Sie mit!

 

Zur Einstimmung, Vorbereitung und lesen was es in den vergangenen Jahren gab, besuchen Sie doch die NABU-Seite der Stunde der Gartenvögel.


April 2020: Situation für Amphibien verschärft sich weiter

Vier Wochen lang wurde der Amphibienschutzzaun bei Kapern in diesem Frühjahr wieder betreut. Der Aufbau war, nachdem erst einige Stürme abgewartet worden waren, am 24. Februar erfolgt. Zu dem Zeitpunkt waren in diesem milden Februar schon einige Lurche unterwegs gewesen, die somit „verpasst“ wurden. Am 23. März wurde in Aussicht auf anstehende trocken-kalten Nächte (und die Corona-Gesamtumstände) der Abbau des Materials vorgenommen, obwohl noch einige wandernde Knoblauchkröten zu erwarten gewesen wären. Das im Vergleich zu den Vorjahren sehr bescheidene Ergebnis von nur 141 Amphibien muss neben den genannten Umständen vor allem mit den Folgen der beiden extrem trockenen Vorjahre in Verbindung gebracht werden.

 

Es fügt sich damit in einen regional zu beobachtenden Trend, wonach „insbesondere bei Moor- und Grasfröschen massive Bestandseinbrüche zu verzeichnen sind, aber auch bei einigen weiteren Amphibienarten“, so Christian Fischer, NABU-Amphibienexperte. Eine Erholung der Bestände ist vorläufig nicht absehbar. Die kurze Hochwasserwelle der Elbe Mitte März hat zwar viele Senken in der Aue füllen können, aber mittlerweile verlieren diese schon wieder drastisch an Wasser. Der Elbpegel ist seit Mitte März bereits wieder um über zwei Meter abgesunken. Auch für Rotbauchunke und Laubfrosch sieht es aktuell eher schlecht aus – viele traditionelle Laichgewässer sind schon zu Beginn ihrer Fortpflanzungszeit beinahe trockengefallen oder werden in absehbarer Zeit folgen.

 

Lediglich für die relativ anspruchslosen Erdkröten, die z.B. auch tiefere Fischteiche als Laichgewässer nutzen können, sind die Aussichten nicht ganz so düster. Auch bei Knoblauchkröten können zurzeit regional noch vergleichsweise gute Aktivitäten rufender Männchen beobachtet werden, so Fischer.

 

Alle Möglichkeiten zum Wasserrückhalt in der Landschaft sollten dringend genutzt werden, fordert der NABU. Auch wenn das Wasser bei fallendem Elbpegel vor allem nach unten „wegsackt“, ist eine gewisse Verzögerung durch Grabenanstau möglich. Diese Verzögerung kann überlebenswichtig sein.

 

Einen kleinen Lichtblick zumindest gab es bei Kapern, wo im abseits der Straße liegenden, seit 2009 bestehenden Ersatzlaichgewässer etwa 60 Moorfrosch-Laichballen im Wasser lagen. Eine eigentlich eher bescheidene Menge, die aber im Vergleich zu vielen anderen Laichplätzen doch wieder relativ gut dasteht. Die kompletten Ergebnisse des Amphibienzauns der letzten 15 Jahre können im Internet unter www.amphibienschutz.de (unter Schutzzaundatenbank – Niedersachsen – Lüchow-Dannenberg – Kapern) eingesehen werden.


Bitte keine Tierkinder anfassen

Jedes Jahr kommt es zu Familiendramen im Tierreich, weil unbedarfte Menschen meinen, sie müssten vermeintlich verlassene Tierkinder retten. Der NABU bittet:

 

Fassen Sie keine wilden Tierkinder an!

 

Mehr Informationen bekommen Sie beim NABU-Bundesverband unter nachfolgendem Link HIER


Der Start des Volksbegehrens wird verschoben

März 2020: Volksbegehren Artenvielfalt gestartet

„Das Artensterben ist eines der größten Probleme unserer Zeit“, sagt Dr. Holger Buschmann (NABU-Niedersachsen, Landesvorsitzender).

Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen setzt sich der NABU für ein Volksbegehren zur Artenvielfalt ein.

Alle Informationen bekommen Sie auf der Homepage www.artenvielfalt-niedersachsen.jetzt


Februar 2020: Krötenwanderung hat begonnen

Foto: NABU/Oliver Schuhmacher
Foto: NABU/Oliver Schuhmacher

Deutlich früher hat in diesem Jahr die Krötenwanderung begonnen.

Nachdem bereits am 15.02. ein Amphibienzaun an der Elbuferstraße in Glienitz, zusammen mit dem Michaelshof Sammatz aufgebaut wurde, wurde nun auch der Zaun bei Kapern wieder aufgestellt.

Weitere Informationen zum Artenschutz finden Sie HIER

 

Nachfolgend der Text unserer Pressemitteilung zum

Aufbau des Amphibienzauns:

Amphibienzaun bei Kapern aufgestellt

Der NABU Lüchow-Dannenberg hat zu Beginn der Woche an der Straße zwischen Kapern und Bömenzien seinen gut 120 m langen Amphibienschutzzaun aufgebaut. „Mit sieben Helfern dauerte der Aufbau nur gute zwei Stunden“ berichtet Dorothee Helm vom NABU. Insgesamt aufwändiger ist da schon eher die sich möglicherweise über mehrere Wochen ziehende Betreuung. Der aufgestellte Zaun am Straßenrand dient dazu, die fortpflanzungswilligen Lurche am Betreten der Fahrbahn zu hindern, wo sie ansonsten in großer Zahl überfahren würden. Stattdessen laufen die Tiere am Zaun entlang und plumpsen schließlich in ebenerdige Eimer, wo sie täglich von Helfern eingesammelt und über die Fahrbahn getragen werden. Die Amphibienzaunbetreuung bei Kapern geht 2020 in das 15. Jahr. 

Jedes Frühjahr wandern hier zahlreiche Frösche, Kröten und Molche aus ihren Winterquartieren südlich von Kapern zum gemeinsamen Laichgewässer, einem Weiher auf der anderen Seite der Landesstraße. 

„Nachdem sich praktisch den gesamten Winter über keine der Jahreszeit entsprechende kalte/frostige Witterung bemerkbar gemacht hat, ist auch hier in der Region die Amphibiensaison bereits sehr früh gestartet“, so Christian Fischer, Amphibienexperte beim NABU. Er beobachtete vereinzelt wandernde Erdkröte schon am 31.01., „etwas mehr dann in manchen nassen und/oder milden Nächten im Lauf des Februar“. Diverse Stürme aussitzend, haben wir unseren kleinen Zaun bei Kapern aber schließlich "erst" am 24. Februar aufgestellt - in Kenntnis, schon den einen oder anderen Lurch verpasst zu haben, aber sicher noch nicht die „große Masse“. Wie groß die Populationen der Amphibienarten nach den zwei Dürrejahren in Folge noch sind, ist ungewiss. Das erste Sammelergebnis (nach einer nicht so kalten Regennacht) war am 25. Februar noch überschaubar: 1 Teichmolch, 1 Erdkröte, 7 Moorfrösche und ein junger Wasserfrosch.

Die nun wieder gesunkenen Nachttemperaturen werden die Wanderaktivitäten erstmal wieder ausbremsen.


Februar 2020: Aufwertung ehem. Fischteiche bei Lübbow

Mit finanzieller Hilfe der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung konnten wir ehem. Fischteiche bei Lübbow ökologisch aufwerten.

 

Weitere Informationen finden Sie HIER


30.01.2020: NABU Lüchow-Dannenberg überreicht Schmetterling-Plakat an Umweltminister

Auf Initiative der Fraktionsvorsitzenden Miriam Staudte der Bündnis90, die Grünen überreichte unser NABU-Mitglied Klaus Müller am 30.01.2020 ein Schmetterlingsposter an den Niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies. 

 

Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung der Fraktions-vorsitzenden Miriam Staudte, Bündnis90, die Grünen

HIER


25.01.2020: Aktionstag Obstbaumpflege und Schnitt

Gemeinsam mit dem Apfelverein Lemgow/Woltersdorf haben wir uns um unsere alten Obstbäume in unserem NABU-Naturgarten in Gartow gekümmert. 

 

Weitere Informationen und Fotos finden Sie HIER


13.01.2020: Rotary fördert den NABU

Am Sonntag, den 12. Januar 2020 erhielt der NABU eine Zuwendung für den NABU-Naturgarten in Dannenberg.

Im Rahmen des Rotary Neujahrsempfangs wurde die Zuwendungsurkunde überreicht.

Den Betrag werden wir für Informationstafeln zur Besucherinformation, Früchte tragende Gehölze und unseren Brunnen verwenden.

Insgesamt wurden 13 Personen und Organisationen aus dem Bereich Natur- Umwelt und Klima bedacht.

Im Anschluß referierte Prof. Carsten Hobohm, Leiter der Abteilung Ökologie  an der Universität Flensburg über "Klimawandel, Bedrohung der Ökosysteme und globale Betroffenheit".

Ein herzliches Dankeschön an die die Lüchow-Dannenberger Rotarier

(Foto: ©H.Mertens, Rotary Lüchow-Dannenberg)

 


Private WhatsApp-Gruppe für Vogelinteressierte

Für Vogelinteressierte und die, die es werden wollen hat Tanja eine Whatsapp Gruppe "Birder DAN", ins Leben gerufen.
Hier kann man sich über alle Themen rund um die Vogelkunde austauschen.

Wer teilnehmen möchte kann sich per Whatsapp bei Tanja melden: 0179/1079668 


12.04.2019: Ergebnisse der Amphibienwanderung am Schutzzaun bei Kapern

Rund fünf Wochen, vom 6. März bis zum 9. April hat der NABU Lüchow-Dannenberg wieder seinen gut 120 m langen Amphibienschutzzaun an der Straße zwischen Kapern und Bömenzien betreut. Nachdem wohl schon im letzten Februar-Drittel etwas Wanderaktivität in der Region stattgefunden hatte, war am 3. März eine erste "größere" Wandernacht. Der Zaunaufbau in Kapern erfolgte allerdings erst am 6. März – „einige Molche und Braunfrösche dürften daher dort wohl schon über die Straße gelangt sein“, so Christian Fischer, Amphibienexperte beim NABU. Am ersten Sammeltag waren 137 Amphibien in den Eimern. Nachdem in den letzten Tagen aufgrund der nächtlichen Kälte und Trockenheit keine Tiere mehr wanderten, wurde der Zaun abgebaut. Das fortgeschrittene Frühjahr und erste Kaulquappen in den Gewässern deuten ebenfalls darauf hin, dass die Wanderperiode weitgehend abgeschlossen ist. „Die Wasserstände in den Laichgewässern sind nach dem Dürresommer 2018 leider immer noch extrem niedrig - aus der extremen Trockenheit der vorangegangenen Monate sind viele Individuen - sofern sie überlebt haben - womöglich geschwächt bzw. nicht laichbereit ins neue Jahr gekommen“.

Die Laichaktivität erschien an vielen Gewässern stark reduziert - wenn denn überhaupt Wasser darin vorhanden war! Eine kleine Hochwasserwelle in der Elbe gegen Ende März/Anfang April brachte nur lokal und vorübergehend etwas Besserung der Lage in den Habitaten.

An dem im Herbst 2009 angelegten Ersatzlaichgewässer konnte Juliane Dentler, die den Zaun regelmäßig mit Dorothee Helm kontrollierte, zumindest einen kleinen Moorfrosch-Laichplatz entdecken. Die Zahlen dieses Jahres und auch der Vorjahre wurden von Christian Fischer wieder in die bundesweite Datenbank im Internet (www.amphibienschutz.de -> Schutzzaundatenbank) einpflegt. 

Insgesamt wurden in diesem Jahr 563 Amphibien gerettet. Immer noch dominierend, aber in deutlich geringerer Zahl als in den Vorjahren war der Moorfrosch mit 414 Individuen vertreten. Die ehemals zweithäufigste Art, die Knoblauchkröte kam lediglich mit 9 Exemplaren vor. Weiterhin wurden 53 Grasfrösche, 50 Erdkröten, 43 Teichfrösche, 2 Teichmolche und 1 Kammmolch registriert.

 

Foto 1 (Schuhmacher): Blick in den Eimer – in der ersten Märzhälfte wurden die meisten Amphibien festgestellt.

Foto 2 (Schuhmacher): Das Laichgewässer mit sehr niedrigem Wasserstand


05.03.2019: Amphibienwanderung hat begonnen

Erdkröten, Foto: NABU/Thomas Möller
Erdkröten, Foto: NABU/Thomas Möller

Nach einem ersten zaghaften „Wandertag“ bereits am 21. Februar und deutlich mehr Aktivität am vergangenen Sonntagabend (3. März) wird nun wieder der Amphibienschutzzaun bei Kapern mit mehreren ehrenamtlichen NABU-Aktiven aufgebaut. 

Der NABU Lüchow-Dannenberg wird in dieser Woche an der Straße zwischen Kapern und Bömenzien den gut 120 m langen Zaun aufstellen. „Mit mehreren Helfern dauert der Aufbau nur gute zwei Stunden“ weiß Dorothee Helm vom NABU. Insgesamt aufwändiger ist da schon eher die sich möglicherweise über mehrere Wochen ziehende Betreuung. Der aufgestellte Zaun am Straßenrand dient dazu, die fortpflanzungswilligen Lurche am Betreten der Fahrbahn zu hindern, wo sie ansonsten in großer Zahl überfahren würden. Stattdessen laufen die Tiere am Zaun entlang und plumpsen schließlich in ebenerdige Eimer, wo sie täglich von Helfern eingesammelt und über die Fahrbahn getragen werden. Die Amphibienzaunbetreuung bei Kapern geht 2019 in das 14. Jahr. 

Jedes Frühjahr wandern hier zahlreiche Frösche, Kröten und Molche aus ihren Winterquartieren südlich von Kapern zum gemeinsamen Laichgewässer, einem Weiher auf der anderen Seite der Landesstraße. 

2009 wurde ein Ersatzlaichgewässer auf „Winterquartierseite“ angelegt, um das Wanderproblem mittelfristig zu minimieren. Dieses Gewässer wurde insbesondere von Moorfröschen ebenfalls gut angenommen, die Prägung auf das Geburtsgewässer ist allerdings stark und so hat die Individuenzahl am Krötenzaun in den letzten Jahren nur bedingt abgenommen.

Sorge bereiten den Naturschützern zudem die insgesamt niedrigen Wasserstände in den Laichgewässern. Diese könnten bei einem trockenen Frühjahr schon vor dem Abschluss der Kaulquappen-Entwicklung austrocknen.

Wer im Bereich Woltersdorf Lust und Zeit hat, sich für den Amphibienschutz einzusetzen, kann sich an Klaus Müller unter 0172-7415693 wenden.


28.02.2019: unsere Storchenbeauftragte Antje Fäseke ist nun auch offiziell durch den Landkreis bestätigt

Unsere NABU-Storchenbeauftragte Antje Fäseke ist nun auch durch den Landkreis Lüchow-Dannenberg offiziell bestellte, ehrenamtliche Storchenbeauftragte.

 

Herzlichen Glückwunsch Antje!


09.02.2019: Nistkästen für die Streuobstwiese

Irene Timm stellt die unterschiedlichen Nistkästen vor. Foto: NABU/Thomas Möller
Irene Timm stellt die unterschiedlichen Nistkästen vor. Foto: NABU/Thomas Möller

Im Rahmen des laufenden NABU-Projekts 'Streuobstwiesen für Gartenrotschwanz, Hornisse & Co.', gefördert von der BINGO-Umweltstiftung, erhielten wir Vogelnistkästen für unsere Streuobstwiese bei Göttien.

Mitglieder der Dorfgemeinschaft Göttien, Diahren und Platenlaase, die sich um die Pflege der Streuobstwiese kümmern und NABU-Aktive trafen sich zum Aufhängen diverser Nistkästen, die künftig nicht nur dem Gartenrotschwanz eine neue Heimstatt bieten sollen.

Zu Beginn stellte Irene Timm die unterschiedlichen Nistkästen vor, die vorab mit Zahlen markiert wurden, so dass eine einfache Kontrolle des Brutgeschehens je Nistkasten dokumentiert werden kann.

Neben dem Namensgeber des Projekts, dem Gartenrotschwanz wurden auch schon Stare, Wendehals und Trauerschnäpper auf unserer Streuobstwiese gehört und gesehen. 

Aufhängen der Nistkästen. Foto: NABU/Andrea Pohlen
Aufhängen der Nistkästen. Foto: NABU/Andrea Pohlen

22.10.2018: Nur die Spitze des Müllbergs

Gebietsbetreuer Klaus Müller mit einem Teil der „Fundstücke“, Foto: NABU/O.Schuhmacher
Gebietsbetreuer Klaus Müller mit einem Teil der „Fundstücke“, Foto: NABU/O.Schuhmacher

Mitte Oktober fand auf einer Fläche des NABU nahe Woltersdorf ein Arbeitseinsatz statt. Neben Biotoppflegemaßnahmen zur Offenhaltung magerer Standorte, wurden auch etliche Säcke Müll gesammelt.


„Zusammen mit sechs Helferinnen und Helfern kam da leider einiges zusammen“ berichtet Gebietsbetreuer Klaus Müller.
Zwei Dinge ärgern ihn und die anderen Aktiven des NABU besonders. Zum einen wurden mehrere Silofolien gefunden, die offenbar absichtlich in einer breiten Hecke „entsorgt“ wurden, teilweise mit großen Steinen abgedeckt. Einige waren bereits so von Sträuchern eingewachsen, dass sie nicht mehr geborgen werden konnten. Diese Planen lösen sich nach und nach auf mit der Folge, dass sie sich als kleine Folienfetzen über große Bereiche verteilen (und irgendwann als Mikroplastik enden).

 

Ein weiteres Ärgernis ist die benachbarte Mülldeponie selbst, die leider nicht nur Ort der Entsorgung ist, sondern sich aufgrund von nicht abgedeckten Containern auch immer wieder als „Müllquelle“ erweist. Trotz mehrfacher Hinweise und Stellungnahme zum Abfallkonzept des Landkreises (die EJZ berichtete bereits am 8. September dazu) scheinen die Maßnahmen noch nicht umgesetzt worden zu sein.


Für eine naturverträgliche Landwirtschaft

114 Euro von jedem EU-Bürger. Aber kaum Geld für naturverträgliche Landwirtschaft?

58 Milliarden Euro zahlen wir jährlich für Agrarsubventionen. Das sind 114 Euro pro EU-Bürger. Doch nur ein Bruchteil davon fließt an Landwirte für Maßnahmen, die Vögel und Insekten retten. Das muss sich jetzt ändern – mit einer Reform der EU-Agrarpolitik!

Unterstützen Sie unsere Forderungen für eine naturverträgliche Landwirtschaft.

 

Mehr zur NABU-Aktion naturverträgliche Landwirtschaft