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12.04.2019: Ergebnisse der Amphibienwanderung am Schutzzaun bei Kapern

Rund fünf Wochen, vom 6. März bis zum 9. April hat der NABU Lüchow-Dannenberg wieder seinen gut 120 m langen Amphibienschutzzaun an der Straße zwischen Kapern und Bömenzien betreut. Nachdem wohl schon im letzten Februar-Drittel etwas Wanderaktivität in der Region stattgefunden hatte, war am 3. März eine erste "größere" Wandernacht. Der Zaunaufbau in Kapern erfolgte allerdings erst am 6. März – „einige Molche und Braunfrösche dürften daher dort wohl schon über die Straße gelangt sein“, so Christian Fischer, Amphibienexperte beim NABU. Am ersten Sammeltag waren 137 Amphibien in den Eimern. Nachdem in den letzten Tagen aufgrund der nächtlichen Kälte und Trockenheit keine Tiere mehr wanderten, wurde der Zaun abgebaut. Das fortgeschrittene Frühjahr und erste Kaulquappen in den Gewässern deuten ebenfalls darauf hin, dass die Wanderperiode weitgehend abgeschlossen ist. „Die Wasserstände in den Laichgewässern sind nach dem Dürresommer 2018 leider immer noch extrem niedrig - aus der extremen Trockenheit der vorangegangenen Monate sind viele Individuen - sofern sie überlebt haben - womöglich geschwächt bzw. nicht laichbereit ins neue Jahr gekommen“.

Die Laichaktivität erschien an vielen Gewässern stark reduziert - wenn denn überhaupt Wasser darin vorhanden war! Eine kleine Hochwasserwelle in der Elbe gegen Ende März/Anfang April brachte nur lokal und vorübergehend etwas Besserung der Lage in den Habitaten.

An dem im Herbst 2009 angelegten Ersatzlaichgewässer konnte Juliane Dentler, die den Zaun regelmäßig mit Dorothee Helm kontrollierte, zumindest einen kleinen Moorfrosch-Laichplatz entdecken. Die Zahlen dieses Jahres und auch der Vorjahre wurden von Christian Fischer wieder in die bundesweite Datenbank im Internet (www.amphibienschutz.de -> Schutzzaundatenbank) einpflegt. 

Insgesamt wurden in diesem Jahr 563 Amphibien gerettet. Immer noch dominierend, aber in deutlich geringerer Zahl als in den Vorjahren war der Moorfrosch mit 414 Individuen vertreten. Die ehemals zweithäufigste Art, die Knoblauchkröte kam lediglich mit 9 Exemplaren vor. Weiterhin wurden 53 Grasfrösche, 50 Erdkröten, 43 Teichfrösche, 2 Teichmolche und 1 Kammmolch registriert.

 

Foto 1 (Schuhmacher): Blick in den Eimer – in der ersten Märzhälfte wurden die meisten Amphibien festgestellt.

Foto 2 (Schuhmacher): Das Laichgewässer mit sehr niedrigem Wasserstand


05.03.2019: Amphibienwanderung hat begonnen

Erdkröten, Foto: NABU/Thomas Möller
Erdkröten, Foto: NABU/Thomas Möller

Nach einem ersten zaghaften „Wandertag“ bereits am 21. Februar und deutlich mehr Aktivität am vergangenen Sonntagabend (3. März) wird nun wieder der Amphibienschutzzaun bei Kapern mit mehreren ehrenamtlichen NABU-Aktiven aufgebaut. 

Der NABU Lüchow-Dannenberg wird in dieser Woche an der Straße zwischen Kapern und Bömenzien den gut 120 m langen Zaun aufstellen. „Mit mehreren Helfern dauert der Aufbau nur gute zwei Stunden“ weiß Dorothee Helm vom NABU. Insgesamt aufwändiger ist da schon eher die sich möglicherweise über mehrere Wochen ziehende Betreuung. Der aufgestellte Zaun am Straßenrand dient dazu, die fortpflanzungswilligen Lurche am Betreten der Fahrbahn zu hindern, wo sie ansonsten in großer Zahl überfahren würden. Stattdessen laufen die Tiere am Zaun entlang und plumpsen schließlich in ebenerdige Eimer, wo sie täglich von Helfern eingesammelt und über die Fahrbahn getragen werden. Die Amphibienzaunbetreuung bei Kapern geht 2019 in das 14. Jahr. 

Jedes Frühjahr wandern hier zahlreiche Frösche, Kröten und Molche aus ihren Winterquartieren südlich von Kapern zum gemeinsamen Laichgewässer, einem Weiher auf der anderen Seite der Landesstraße. 

2009 wurde ein Ersatzlaichgewässer auf „Winterquartierseite“ angelegt, um das Wanderproblem mittelfristig zu minimieren. Dieses Gewässer wurde insbesondere von Moorfröschen ebenfalls gut angenommen, die Prägung auf das Geburtsgewässer ist allerdings stark und so hat die Individuenzahl am Krötenzaun in den letzten Jahren nur bedingt abgenommen.

Sorge bereiten den Naturschützern zudem die insgesamt niedrigen Wasserstände in den Laichgewässern. Diese könnten bei einem trockenen Frühjahr schon vor dem Abschluss der Kaulquappen-Entwicklung austrocknen.

Wer im Bereich Woltersdorf Lust und Zeit hat, sich für den Amphibienschutz einzusetzen, kann sich an Klaus Müller unter 0172-7415693 wenden.


28.02.2019: unsere Storchenbeauftragte Antje Fäseke ist nun auch offiziell durch den Landkreis bestätigt

Unsere NABU-Storchenbeauftragte Antje Fäseke ist nun auch durch den Landkreis Lüchow-Dannenberg offiziell bestellte, ehrenamtliche Storchenbeauftragte.

 

Herzlichen Glückwunsch Antje!


09.02.2019: Nistkästen für die Streuobstwiese

Irene Timm stellt die unterschiedlichen Nistkästen vor. Foto: NABU/Thomas Möller
Irene Timm stellt die unterschiedlichen Nistkästen vor. Foto: NABU/Thomas Möller

Im Rahmen des laufenden NABU-Projekts 'Streuobstwiesen für Gartenrotschwanz, Hornisse & Co.', gefördert von der BINGO-Umweltstiftung, erhielten wir Vogelnistkästen für unsere Streuobstwiese bei Göttien.

Mitglieder der Dorfgemeinschaft Göttien, Diahren und Platenlaase, die sich um die Pflege der Streuobstwiese kümmern und NABU-Aktive trafen sich zum Aufhängen diverser Nistkästen, die künftig nicht nur dem Gartenrotschwanz eine neue Heimstatt bieten sollen.

Zu Beginn stellte Irene Timm die unterschiedlichen Nistkästen vor, die vorab mit Zahlen markiert wurden, so dass eine einfache Kontrolle des Brutgeschehens je Nistkasten dokumentiert werden kann.

Neben dem Namensgeber des Projekts, dem Gartenrotschwanz wurden auch schon Stare, Wendehals und Trauerschnäpper auf unserer Streuobstwiese gehört und gesehen. 

Aufhängen der Nistkästen. Foto: NABU/Andrea Pohlen
Aufhängen der Nistkästen. Foto: NABU/Andrea Pohlen

22.10.2018: Nur die Spitze des Müllbergs

Gebietsbetreuer Klaus Müller mit einem Teil der „Fundstücke“, Foto: NABU/O.Schuhmacher
Gebietsbetreuer Klaus Müller mit einem Teil der „Fundstücke“, Foto: NABU/O.Schuhmacher

Mitte Oktober fand auf einer Fläche des NABU nahe Woltersdorf ein Arbeitseinsatz statt. Neben Biotoppflegemaßnahmen zur Offenhaltung magerer Standorte, wurden auch etliche Säcke Müll gesammelt.


„Zusammen mit sechs Helferinnen und Helfern kam da leider einiges zusammen“ berichtet Gebietsbetreuer Klaus Müller.
Zwei Dinge ärgern ihn und die anderen Aktiven des NABU besonders. Zum einen wurden mehrere Silofolien gefunden, die offenbar absichtlich in einer breiten Hecke „entsorgt“ wurden, teilweise mit großen Steinen abgedeckt. Einige waren bereits so von Sträuchern eingewachsen, dass sie nicht mehr geborgen werden konnten. Diese Planen lösen sich nach und nach auf mit der Folge, dass sie sich als kleine Folienfetzen über große Bereiche verteilen (und irgendwann als Mikroplastik enden).

 

Ein weiteres Ärgernis ist die benachbarte Mülldeponie selbst, die leider nicht nur Ort der Entsorgung ist, sondern sich aufgrund von nicht abgedeckten Containern auch immer wieder als „Müllquelle“ erweist. Trotz mehrfacher Hinweise und Stellungnahme zum Abfallkonzept des Landkreises (die EJZ berichtete bereits am 8. September dazu) scheinen die Maßnahmen noch nicht umgesetzt worden zu sein.


Für eine naturverträgliche Landwirtschaft

114 Euro von jedem EU-Bürger. Aber kaum Geld für naturverträgliche Landwirtschaft?

58 Milliarden Euro zahlen wir jährlich für Agrarsubventionen. Das sind 114 Euro pro EU-Bürger. Doch nur ein Bruchteil davon fließt an Landwirte für Maßnahmen, die Vögel und Insekten retten. Das muss sich jetzt ändern – mit einer Reform der EU-Agrarpolitik!

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Mehr zur NABU-Aktion naturverträgliche Landwirtschaft


Aktuelle Vogelbeobachtungen in Lüchow-Dannenberg

Rotmilan, Foto: NABU/Oliver Schuhmacher
Rotmilan, Foto: NABU/Oliver Schuhmacher

Seit ein paar Jahren werden Vogelbeobachtungen über das Internetportal Ornitho.de zentral gesammelt. Über dieses Portal können Sie sich hier die Beobachtungen der letzten 7 Tage aufrufen (einfach auf das Foto klicken).

 

Quelle: Ornitho.de